Was ist HDR Fotografie

Galt lange Zeit die Auflösung in Megapixel als das Nonplusultra und die Messlatte für Güte und Qualität einer Digitalkamera, entdecken immer mehr ambitionierte Hobbyfotografen, dass darüber hinaus noch ganz andere Parameter über gute Fotos entscheiden. Ein neuer Trend ist die sogenannte HDR-Fotografie (HDR = High Dynamic Range). Moderne Digitalkameras leiden grundsätzlich an einem Grundproblem – der Kontrastbereich reicht in der Regel nicht aus, um die wirklichen Verhältnisse einzufangen. Das Resultat sind „normale“ LDR-Bilder. Aber auch aus diesen lässt sich ein HDR-Foto „zaubern“.

Denn der Griff zu Spezialkameras ist nur eine der möglichen – und auch teureren – möglichen Varianten. Einfacher ist der Trick, mehrere unter, normal und überbelichtete LDR-Aufnahmen in einem kontrastreichen Einzelbild zusammenfließen zu lassen. Eigentlich keine wirklich unüberwindliche Hürde – sofern man als Hobbyfotograf ein wenig Geduld, Zeit und technischen Verstand mitbringt. Unverzichtbar für die Erstellung der HDR-Aufnahmen sind natürlich Kamera und Stativ sowie ein Rechner mit entsprechender Software.

Ich persönlich ziehe aus Kostengründen Open-Source-Programme, wie etwa Qtpfsgui (nein – der Programmname ist kein Vertipper) vor. Alternativ bieten auch andere hochwertige Bildbearbeitungsprogramme entsprechende Möglichkeiten. Soweit – so gut. Erster Schritt der HDR-Fotografie ist natürlich das Aufnehmen der Einzelbilder. Dazu einfach die Kamera samt Stativ auf ein unbewegtes Objekt (!) ausrichten und mit mehreren Belichtungsstufen ablichten. Optimale Ergebnisse entstehen mit Digitalkameras, die manuelle Einstellungen der Blende und Belichtung zulassen.
Minimum sollten drei bis vier Aufnahmen sein. Wer´s genau wissen will, kann gern auch 10 oder 15 Aufnahmen machen. Bei mir ist aber in der Regel jenseits der acht Aufnahmen Schluss. Vor dem eigentlichen Zusammenfügen der Einzelaufnahmen rate ich zu einem kurzen Check, ob alle Aufnahmen dem gewünschten Ergebnis entsprechen. Mittels Dia-Show ist dieser Schritt in kürzester Zeit erledigt. Insbesondere Verschiebungen der Objekte wirken sich mit Blick auf das Ergebnis fatal aus. Daher auch auf bewegte Fotomotive für HDR-Aufnahmen bitte verzichten.

Die Arbeit, Einzelbilder unterschiedlicher Belichtung zu einem HDR-Foto zusammenzusetzen, übernehmen die eingangs erwähnten Programme in Eigenregie. Je nach Anwendung fallen die Schritte bis zur fertigen HDR-Aufnahme natürlich unterschiedlich aus. Am Ende winkt dem glücklichen Fotografen ein wunderschönes HDR-Foto, das nur noch ein wenig Nacharbeit erfordert.

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