Canon LEGRIA HF S10
Posted in Canon on 6. Oktober 2009
Canons LEGRIA HF S10 HD-Camcorder ähnelt rein äußerlich dem HF S100. Wie der „kleine“ Bruder ist er mit Abmessungen von 7,0 x 6,9 x 13,6 cm handlich und kompakt ausgefallen. Seine 450 Gramm, die der Camcorder auf die Waage bringt, machen ihn für die Jackentasche zwar fast schon etwas zu schwer – dank seiner Größe ist der LEGRIA HF S10 aber überall dabei. Ähnlich dem HF S100 kann auch der Canon LEGRIA HF S10 dank eines Bildsensors mit acht Megapixel punkten, was dem Camcorder bezüglich der Fotoqualität einen Vorsprung sichern sollte.
Allerdings fällt bereits beim zweiten Blick auf den HF S10 ein kleines Manko ins Auge. Die Bedienbarkeit lässt im Alltag noch einige Wünsche offen. So sind einige der Bedienelemente nicht ohne Weiteres erreichbar. Für meine Begriffe angesichts der Konkurrenz durchaus ein Schwachpunkt. Ebenfalls nicht auf dem Höhepunkt der technischen Möglichkeiten – das Display mit seinen 211.000 Pixeln. Setzt man die Einstellungen auf die niedrigste Stufe zurück, wirkt die Schrift im Menü der LEGRIA HF S10 verpixelt. Wettgemacht wird dieser Minuspunkt durch die Tatsache, dass mit dem Display auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen noch problemlos gearbeitet werden kann.
Eine Eigenschaft, die bei der Konkurrenz noch nicht zum Standard gehört. Allerdings könnte Canon in die Überarbeitung der einzelnen Menüpunkte noch etwas Zeit investieren. Gerade als Einsteiger verliert man sich am Anfang schnell in der Menüführung, was den Spaß am Filmen mit dem LEGRIA HF S10 aber keinen Abbruch tun sollte. Einen Sucher wird man beim HF S10 dagegen vergebens suchen. Wie beim HF S100 hat Canon hier auf dieses wichtige Hilfsmittel verzichtet, was ein dickes Minus nach sich zieht. Dafür kann der LEGRIA HF S10 mit seinem internen Speicher diese Scharte wenigstens zum Teil wieder auswetzen.
32 Gbyte sorgen für ein stundenlanges Filmvergnügen mit 1.920 x 1.080 oder 1.440 x 1.080 Pixel. Im ersten Moment nur bedingt von Nutzen – der Videoschnappschuss-Modus. Mit etwas Einarbeitungszeit aber durchaus ein angenehmes Hilfsmittel – zumindest für meine Begriffe – auch wenn die einzelnen Clips nur eine Länge von vier Sekunden umfassen. Bezüglich der Bildqualität liefert der LEGRIA HF S10 gute Ergebnisse – solange die Ausleuchtung stimmt. Farben wirken klar und natürlich, Konturen kommen ordentlich zur Geltung und auch die Schärfe wirkt ausgezeichnet.
Anders im Bereich Low-Light. Hier beginnen sich Konturen langsam aufzulösen und auch Farbverläufe sind nicht mehr klar zu erkennen. Und wie bei vielen Konkurrenten bleibt auch beim LEGRIA HF S10 das Bildrauschen nicht aus. Trotz dieser Schwachstelle bezüglich der Aufnahmequalität ist der HF S10 im Amateurbereich ein interessanter Camcorder. Neben der Ausstattung dürfte vor allem die hohe Bildschärfe ein Must-have-Argument sein. Echtes Minus ist und bleibt aber das Fehlen eines Suchers.


