Sony MHS-PM1
Posted in Sony on 16. Oktober 2009
Die IFA gibt immer wieder Anlass, über den Tellerrand zu schauen und Neuigkeiten im Bereich der Bewegtbilder etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie den MHS-PM1 aus dem Hause Sony. Zwar kommt der kompakte Camcorder erst im Oktober in den Handel – macht aber dank des ungewöhnlichen Designs neugierig. Im Gegensatz zu Digitalkameras mit schwenkbarem Display hat Sony beim MHS-PM1 quasi das Ei zur Henne gemacht und setzt auf ein schwenkbares Objektiv. Mit einem Radius von 270° liegen Selbstporträt und Rund-um-Schwenk aus einer Hand im Bereich des Möglichen.
Für Fun-Camcorder eine interessante Variante. Mit Abmessungen von 2,4 x 10,3 x 5,5 cm kaum größer als ein Handy, passt der MHS-PM1 von Sony in jede Hemdtasche und ist unterwegs sofort griffbereit. Die Brennweite des Objektivs liegt bei 42 mm (im Kleinbildformat), lässt sich aber leider nicht verändern. Zusätzlich verfügt der Sony MHS-PM1 aber über einen digitalen 4-fach Zoom (im 720p-Modus) und bei Videoaufnahmen über eine Brennweite von 47 mm. Wer im Full-HD-Modus arbeitet, muss auf den Digitalzoom teilweise verzichten – es steht nur noch ein 2-facher Zoom zur Verfügung.
Eine weitere Einschränkung betrifft den 5 Megapixel CMOS-Sensor: Für die Aufnahme der Videos stehen nur noch zwei Megapixel zur Verfügung. Trotzdem – die Sony MHS-PM1 ist kein Kompakt-Camcorder, den man einfach links liegen lassen sollte. Schließlich adelt Sony den Camcorder dank integrierter Motivprogramme (Landscape, Sport, Low Light, Backlight). In diesem Produktbereich durchaus kein Standard wird der Bedienkomfort des MHS-PM1 durch getrennte Aufnahmetasten abgerundet. Für Foto- und Videoaufnahmen stehen zwei separat angeordnete Tasten zur Verfügung – Vertipper sind daher eher selten.
Aufgenommen wird in allen drei Modi (1440×1080; 1280×720; 640×480) mit 30 Bildern pro Sekunde. Anlass zur Kritik bietet der Sony MHS-PM1 dennoch. Pro Clip hat der Hersteller die Aufnahmezeit auf 25 Minuten beschränkt. Und im Gegensatz zu anderen Konkurrenzmodellen fehlt dem MHS-PM1allem Anschein nach ein HDMI-Ausgang. Dafür macht Sony dem Benutzer das Hochladen der Aufnahmen ins Internet via integrierter Software, die bereits beim Anschließen über das USB-Kabel gestartet wird, besonders leicht. Angesichts Ausstattung und Design scheint klar, an welche Zielgruppe sich die Sony MHS-PM1 richtet. Wer nach einem neuen Fun-Camcorder Ausschau hält, kann ab Oktober einen Blick auf den MHS-PM1 werfen.


